Jules, Hermine: Unterschied zwischen den Versionen

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Schauspielerin und Sängerin, die sowohl in Wien als auch in ihrer Heimatstadt Brünn bekannt war. Vom Rollenfach Soubretten wechselte sie erfolgreich zu komischen Frauenrollen und wurde vor allem durch die Rolle der Köchin Therese (K. Costa: ''Ihr Corporal'') berühmt.
 
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Eigentlicher Name Julisch. Von Theater fühlte sie sich seit ihrer Kindheit angezogen, eine künstlerische Ausbildung erhielt sie bei ihrem Vater Johann Jules (1821 – 27.1.1888), der Tanzlehrer war. Als Schauspielerin und Sängerin feierte sie im April 1870 im Stadttheater in Olmütz bei Direktor I. Czernits ihr Debüt, unter dessen Leitung sie auch im Herbst desselben Jahres in Pressburg spielte. Im folgenden Jahr ging sie nach Wien; M. Steiner engagierte sie am Theater an der Wien, wo sie sieben Jahre blieb. Sie verlobte sich mit ihrem Schauspielkollegen F. Lebrecht (1848 – 14.8.1874), zur Hochzeit kam es jedoch nicht, weil ihr Verlobter unter tragischen Umständen infolge eines Sturzes von den Theaterkulissen verunglückte. Ab Februar 1878 trat sie am Wiener Carltheater auf, im Frühjahr 1879 kehrte sie ans Theater an der Wien zurück. Anfang Herbst 1879 war sie Mitglied des Brünner Stadttheaters, wo sie zwei Saisons lang bis Frühjahr 1881 auftrat. Danach gastierte sie vier Monate lang bei H. Laube am Wiener Stadttheater. Im August 1881 reiste sie zu einer mehrmonatigen Tournee nach Amerika. Unterwegs erkrankte sie an Diphtherie und musste sich nach ihrer Ankunft einer Operation unterziehen. Trotz gesundheitlicher Beschwerden gab sie mit Erfolg 150 Vorstellungen in New Orleans, Buffalo, Chicago, St. Luis, Milwaukee, Indianapolis, Louisville, Lafayette und in Kanada. Nach ihrer Rückkehr nach Europa wurde sie Mitglied des Hamburger Thalia Theaters, mit dem sie noch zweimal in die Vereinigten Staaten zurückkehrte (1882, 1883). Mit dem deutschen Schauspielensemble wirkte sie auf Einladung von Manager H. Conried im Thalia Theatre (ursprünglich Bowery Theatre) und im Germania Theatre in New York. Im Mai 1883 kehrte '''J.''' dauerhaft nach Europa zurück, ihre erste Station war ihre Heimatstadt Brünn, wo sie bis Juni als Gastkünstlerin auftrat, im Juli desselben Jahres gab sie Gastspiele in Karlsbad. Sie lehnte das Angebot eines Engagements am Hoftheater Petersburg ab und wurde im August erneut Mitglied des Brünner Stadttheaters, wo sie bis 1887 blieb. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends. Im Mai 1884 erlitt sie auf der Bühne einen Blutsturz, und sie musste die Vorstellung unterbrechen. Die Krankheitsetappen wiederholten sich auch in den folgenden Jahren. Trotzdem nahm sie im Herbst 1888 ein Engagement am Theater an der Wien an, mit dem sie im September desselben Jahres in Berlin gastierte. 1889–98 spielte sie erneut in Brünn. Zuletzt wirkte sie 1898–1900 am Wiener Volkstheater; sie war ebenfalls Mitglied der Vereinigung, die das Theater betrieb (Verband des Deutschen Volkstheaters). Aus Krankheitsgründen verließ sie das Theater und Wien und zog sich ins Private in ihre Brünner Wohnung zurück. Am 24.6.1901 beging '''J.''' im Alter von 53 Jahren Selbstmord durch Vergiften.<br/>Ihr Bruder Anton Jules (24.8.1860 – 2.8.1913) war auch Schauspieler, er trat z. B. im Carltheater und im Raimund Theater in Wien auf.
 
Eigentlicher Name Julisch. Von Theater fühlte sie sich seit ihrer Kindheit angezogen, eine künstlerische Ausbildung erhielt sie bei ihrem Vater Johann Jules (1821 – 27.1.1888), der Tanzlehrer war. Als Schauspielerin und Sängerin feierte sie im April 1870 im Stadttheater in Olmütz bei Direktor I. Czernits ihr Debüt, unter dessen Leitung sie auch im Herbst desselben Jahres in Pressburg spielte. Im folgenden Jahr ging sie nach Wien; M. Steiner engagierte sie am Theater an der Wien, wo sie sieben Jahre blieb. Sie verlobte sich mit ihrem Schauspielkollegen F. Lebrecht (1848 – 14.8.1874), zur Hochzeit kam es jedoch nicht, weil ihr Verlobter unter tragischen Umständen infolge eines Sturzes von den Theaterkulissen verunglückte. Ab Februar 1878 trat sie am Wiener Carltheater auf, im Frühjahr 1879 kehrte sie ans Theater an der Wien zurück. Anfang Herbst 1879 war sie Mitglied des Brünner Stadttheaters, wo sie zwei Saisons lang bis Frühjahr 1881 auftrat. Danach gastierte sie vier Monate lang bei H. Laube am Wiener Stadttheater. Im August 1881 reiste sie zu einer mehrmonatigen Tournee nach Amerika. Unterwegs erkrankte sie an Diphtherie und musste sich nach ihrer Ankunft einer Operation unterziehen. Trotz gesundheitlicher Beschwerden gab sie mit Erfolg 150 Vorstellungen in New Orleans, Buffalo, Chicago, St. Luis, Milwaukee, Indianapolis, Louisville, Lafayette und in Kanada. Nach ihrer Rückkehr nach Europa wurde sie Mitglied des Hamburger Thalia Theaters, mit dem sie noch zweimal in die Vereinigten Staaten zurückkehrte (1882, 1883). Mit dem deutschen Schauspielensemble wirkte sie auf Einladung von Manager H. Conried im Thalia Theatre (ursprünglich Bowery Theatre) und im Germania Theatre in New York. Im Mai 1883 kehrte '''J.''' dauerhaft nach Europa zurück, ihre erste Station war ihre Heimatstadt Brünn, wo sie bis Juni als Gastkünstlerin auftrat, im Juli desselben Jahres gab sie Gastspiele in Karlsbad. Sie lehnte das Angebot eines Engagements am Hoftheater Petersburg ab und wurde im August erneut Mitglied des Brünner Stadttheaters, wo sie bis 1887 blieb. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends. Im Mai 1884 erlitt sie auf der Bühne einen Blutsturz, und sie musste die Vorstellung unterbrechen. Die Krankheitsetappen wiederholten sich auch in den folgenden Jahren. Trotzdem nahm sie im Herbst 1888 ein Engagement am Theater an der Wien an, mit dem sie im September desselben Jahres in Berlin gastierte. 1889–98 spielte sie erneut in Brünn. Zuletzt wirkte sie 1898–1900 am Wiener Volkstheater; sie war ebenfalls Mitglied der Vereinigung, die das Theater betrieb (Verband des Deutschen Volkstheaters). Aus Krankheitsgründen verließ sie das Theater und Wien und zog sich ins Private in ihre Brünner Wohnung zurück. Am 24.6.1901 beging '''J.''' im Alter von 53 Jahren Selbstmord durch Vergiften.<br/>Ihr Bruder Anton Jules (24.8.1860 – 2.8.1913) war auch Schauspieler, er trat z. B. im Carltheater und im Raimund Theater in Wien auf.

Version vom 8. Januar 2020, 11:06 Uhr

Hermine Jules
* 1848 Brno (CZ)
24. 6. 1901 Brno (CZ)
Schauspielerin, Sängerin

Schauspielerin und Sängerin, die sowohl in Wien als auch in ihrer Heimatstadt Brünn bekannt war. Vom Rollenfach Soubretten wechselte sie erfolgreich zu komischen Frauenrollen und wurde vor allem durch die Rolle der Köchin Therese (K. Costa: Ihr Corporal) berühmt.

Eigentlicher Name Julisch. Von Theater fühlte sie sich seit ihrer Kindheit angezogen, eine künstlerische Ausbildung erhielt sie bei ihrem Vater Johann Jules (1821 – 27.1.1888), der Tanzlehrer war. Als Schauspielerin und Sängerin feierte sie im April 1870 im Stadttheater in Olmütz bei Direktor I. Czernits ihr Debüt, unter dessen Leitung sie auch im Herbst desselben Jahres in Pressburg spielte. Im folgenden Jahr ging sie nach Wien; M. Steiner engagierte sie am Theater an der Wien, wo sie sieben Jahre blieb. Sie verlobte sich mit ihrem Schauspielkollegen F. Lebrecht (1848 – 14.8.1874), zur Hochzeit kam es jedoch nicht, weil ihr Verlobter unter tragischen Umständen infolge eines Sturzes von den Theaterkulissen verunglückte. Ab Februar 1878 trat sie am Wiener Carltheater auf, im Frühjahr 1879 kehrte sie ans Theater an der Wien zurück. Anfang Herbst 1879 war sie Mitglied des Brünner Stadttheaters, wo sie zwei Saisons lang bis Frühjahr 1881 auftrat. Danach gastierte sie vier Monate lang bei H. Laube am Wiener Stadttheater. Im August 1881 reiste sie zu einer mehrmonatigen Tournee nach Amerika. Unterwegs erkrankte sie an Diphtherie und musste sich nach ihrer Ankunft einer Operation unterziehen. Trotz gesundheitlicher Beschwerden gab sie mit Erfolg 150 Vorstellungen in New Orleans, Buffalo, Chicago, St. Luis, Milwaukee, Indianapolis, Louisville, Lafayette und in Kanada. Nach ihrer Rückkehr nach Europa wurde sie Mitglied des Hamburger Thalia Theaters, mit dem sie noch zweimal in die Vereinigten Staaten zurückkehrte (1882, 1883). Mit dem deutschen Schauspielensemble wirkte sie auf Einladung von Manager H. Conried im Thalia Theatre (ursprünglich Bowery Theatre) und im Germania Theatre in New York. Im Mai 1883 kehrte J. dauerhaft nach Europa zurück, ihre erste Station war ihre Heimatstadt Brünn, wo sie bis Juni als Gastkünstlerin auftrat, im Juli desselben Jahres gab sie Gastspiele in Karlsbad. Sie lehnte das Angebot eines Engagements am Hoftheater Petersburg ab und wurde im August erneut Mitglied des Brünner Stadttheaters, wo sie bis 1887 blieb. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends. Im Mai 1884 erlitt sie auf der Bühne einen Blutsturz, und sie musste die Vorstellung unterbrechen. Die Krankheitsetappen wiederholten sich auch in den folgenden Jahren. Trotzdem nahm sie im Herbst 1888 ein Engagement am Theater an der Wien an, mit dem sie im September desselben Jahres in Berlin gastierte. 1889–98 spielte sie erneut in Brünn. Zuletzt wirkte sie 1898–1900 am Wiener Volkstheater; sie war ebenfalls Mitglied der Vereinigung, die das Theater betrieb (Verband des Deutschen Volkstheaters). Aus Krankheitsgründen verließ sie das Theater und Wien und zog sich ins Private in ihre Brünner Wohnung zurück. Am 24.6.1901 beging J. im Alter von 53 Jahren Selbstmord durch Vergiften.
Ihr Bruder Anton Jules (24.8.1860 – 2.8.1913) war auch Schauspieler, er trat z. B. im Carltheater und im Raimund Theater in Wien auf.

Ihre Schauspielkarriere begann J. mit den Rollen von Soubretten und Naiven, mit der Zeit profilierte sie sich als Schauspielerin komischer Rollen, die sie berühmt machten und die sie bis zum Ende ihrer Karriere spielte. Am Beginn ihres Wirkens am Theater wurden ihre Schönheit, ihre hellen Haare und ihre schlanke Gestalt hervorgehoben, ihre Domäne waren Gesangsrollen und komische Charakterrollen. Sie trat häufig in Possen und Zauberstücken von J. Nestroy und F. Raimund auf, den größten Erfolg jedoch feierte sie in den Operetten von J. Strauss Sohn, F. von Suppé und K. Millöcker, wo sie vor allem in Mezzosopranrollen auftrat. Auf der Bühne erlebte sie die Epoche der Klassiker der Wiener Operette der späten 70-er und des Beginns der 80-er Jahre, wiederholt trat sie in den Werken der Librettisten R. Gené und F. Zell auf. Anerkennung erhielt sie für die Rolle der Therese Krones im gleichnamigen Stück von K. Haffner, was bei den damaligen Operettensängerinnen eine beliebte Rolle war. Während der Amerika-Tournee brillierte sie als Artemisia in Strauss´ Lustigem Krieg und als Madame Stauffacher in Schillers Wilhelm Tell. Mit zunehmenden Jahren tauchte sie in Rollen humoristischer Mütter auf, in den 90-er Jahren ging sie zum Rollenfach komische Alte auf. Sie gehörte zu den wenigen Schauspielerinnen, denen es gelang, erfolgreich das Metier zu wechseln, und die es verstanden, die komischen Rollen zu individualisieren. Popularität brachten J. vor allem die Rollen der Gräfin Palmatica Nowalska (K. Millöcker: Der Bettelstudent) und vor allem der Köchin Therese aus der Singspielposse von K. Costa Ihr Corporal ein, der sie einen tschechischen Akzent und ungezwungene Komik verlieh.
Besonderer Beliebtheit erfreute sie sich am Stadttheater in Brünn, wo sie von der Presse als „Brünner Gallmeyer“ bezeichnet wurde. Sie nahm am hiesigen kulturellen Leben teil und trat oft in Nachmittagsmatinees und Konzerten auf. Sie war die erste Frau, die im Mai 1884 mit der dampfbetriebenen Brünner Localbahn fuhr. Zu J.s Popularität trug auch ihr Patriotismus bei während ihrer zahlreichen Gastspiele hielt sie Kontakt zur regionalen Presse, die ihre Grußworte veröffentlichte. Trotz gesundheitlicher Probleme, die sie ihr ganzes Leben lang begleiteten und zu ihren vorzeitigen Rückzug aus dem öffentlichen Leben führten, schuf sich J. das Renommee einer Operettensängerin, die bei der Kritik und bei Zuschauern, in Brünn und in Wien beliebt war. Obwohl die Krankheit die Schauspielerin in den letzten Jahren zwang die Theateraktivitäten deutlich einzuschränken, veränderte sie doch nicht den ihr eigenen Schauspielstil, der von einer durchdachten Komik und schauspielerischem Verstand charakterisiert war. Insbesondere nach dem geglückten Wechsel zum Rollenfach komische Alte gewann sie die Sympathien des Publikums, und zwar wegen ihrer Fähigkeit zu Parodie und Imitation, oft stellte sie auch jüngere Kolleginnen in Hauptrollen in den Schatten. An ihrem Lebensende war sie in Brünn eine der beliebtesten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.   


Rollen

Stadtheater, Olmütz

Gustchen (W. Müller: Der Verwunschene Prinz), Gabriele (A. Förster nach L. Leroy: Umkehr), Gilberte (H. Meilhac, L. Halévy: Frou-Frou) – 1870.

Theater an der Wien

Therese (L. Anzengruber: Der ledige Hof) – 1877; Therese (K. Costa: Ihr Corporal, h. K. Millöcker), Nanni (A. Berla: Durchgegangene Weiber), Anastasia (H. Wilken, Musik K. Millöcker: Der Löwe des Tages), Königin (J. Strauss Sohn: Königin Indigo, Bearb. J. Braun) – 1879; Peronella (F. Suppé: Boccaccio, Libretto R. Genée, F. Zell), Christel (G. zu Putlitz: Rolf Berndt), Rosa, Kammermädchen (F. Raimund: Der Verschwender), Lotti Griessmeyer (L. Held: Die Näherin, Musik K. Millöcker), Liesl Hübner (L. Anzengruber: Die Trutzige), Therese Krones (K. Haffner: Therese Krones, Musik A. Müller), Kunigunde (A. Langer: Eine Vereinsschwester), Dorothea (J. Nestroy: Eulenspiegel), Bärbel (Ch. Birch-Pfeiffer: Dorf und Stadt), Pensionslehrerin Leblanc (Ch. Birch-Pfeiffer: Ein Kind des Glücks) – 1880.

Königlich städtisches Theater Brünn

Lotti Griβemeyer (L. Held: Die Näherin, Musik K. Millöcker), Artemisia (J. Strauss: Der lustige Krieg), Donna Olympia (F. Suppé: Donna Juanita, Libretto R. Genée, F. Zell), Therese (K. Costa: Ihr Corporal), Nanni (A. Berla: Durchgegangene Weiber), Leonore (F. Kaiser: Mönch und Soldat), Marianne, Haushälterin bei Griesinger (A. L‘Arronge: Doctor Klaus), Marie (F. Nissel: Die Zauberin am Stein), Sarah Gildern, Gouvernante (G. Moser: Der Bibliothekar), Adeline (F. Radler: Hopfenrath’s Erben), Sophistika (J. Strauss Sohn: Prinz Methusalem, Libretto K. Treumann), Frl. Blumenblatt (J. Nestroy: Einen Jux will er sich machen), Aurora (A. Ch. Lecocq: Giroflé – Girofla, Libretto A. Vanloo, E. Letterier), Ulrike, Köchin bei Dorn (G. Moser: Unsere Frauen), Palmatica Gräfin Nowalska (K. Millöcker: Der Bettelstudent, Libretto R. Genée, F. Zell), Frau Seekatz (K. Gutzkow: Der Königslieutenant), Gräfin von Ceran (E. Pailleron: Die Welt in der Man sich langweilt), Frau Klinker (A. L’Arronge: Hasemann’s Töchter), Marie Edle von Kutschenreiter, Rathswitwe (K. Costa: Ein Blitzmädel), Donna Antonia (R. Genée: Der Seekadet, Libretto F. Zell), Diana von Chateau-Lansac (Ch. Lecocq: Der kleine Herzog, Libretto L. Halévy, H. Meilhac), Therese Krones (K. Haffner: Therese Krones, Musik A. Müller) – 1883; Adelgunde von Delmenhorst (R. Benedix: Das Gefängnis), Hermine Drossen (P. Lindau: Ein Erfolg), Rosalia (G. Moser: Der Hypochonder), Resl (L. Ganghofer: Der Prozesshans´l), Ulrike (R. Benedix: Die zärtlichen Vewandten), Petronella (F. Suppé: Boccaccio, Libretto R. Genée, F. Zell), Madame Auberdin (A. Langer: Ein Wort an den Minister), Frau von Berny (E. Scribe: Feenhände), Sophistika (J. Strauss Sohn: Prinz Methusalem, Libretto K. Treumann), Agricola, Barbaruccio´s Frau (J. Strauss Sohn: Eine Nacht in Venedig, Libretto R. Genée, F. Zell), Arabella (J. Rosen: Ein Engel), Norica (F. Schönthan: Roderich Heller), Frau von Turnis (V. Sardou: Fürstin Feodora), Heloisa (K. Millöcker: Apajune, der Wassermann, Libretto R. Genée, F. Zell), Frau von Belling (G. Moser: Der Vielchenfresser), Gräfin Feldern (E. Bauernfeld: Aus der Gesselschaft), Antoinette, Kammerjungfer (R. Benedix: Die Dienstboten), Frau Brigitte, Vorsteherin eines Fräulein-Pensionats (F. Suppé: Das Pensionat), Frau von Sucher (R. Kneisel: Die Kuckucks), Zenobia (K. Millöcker: Gasparone, Libretto R. Genée, F. Zell), Liesl Hübner (L. Anzengruber: Die Trutzige), Frau Marthe Rull (H. Kleist: Der zerbrochene Krug), Clothilde von Schnek (M. Günther-Bauer, L. Günther: Der neue Stiftsarzt), Marianne, Haushälterin bei Griesinger (A. L´Arronge: Doctor Klaus), Fräulein Javotte Bergamotta (K. Millöcker: Die Jungfrau von Belleville, Libretto R. Genée, F. Zell), Mary, Kellnerin bei Nick (R. Planquette: Rip-Rip), Ein altes Weib (F. Raimund: Der Verschwender), Pauline (G. Moser: Ultimo), Regine (Sobotka: Scheu vor dem Minister), Sarah Gildern, Gouvernante (G. Moser: Der Bibliothekar), Die alte Fadet (Ch. Birch-Pfeiffer: Die Grille), Amalie Hinterhuber (J. Rosen: O diese Mädchen!), Ursula (W. Müller v. Königswinter: Sie hat ihr Herz entdeckt), Minna, Dienstmädchen bei Roll (G. Moser, O. Girndt: Mit Vergnügen), Ninon de L´Enclos (G. Moser: Nanon, die Wirthin vom goldenen Lamb), Minna (J. Rosen: Ein Schutzgeist), Madame Aubry, Verwandte der Familie Laroque (A. Beckmann nach O. Feuillet: Ein verarmter Edelmann), Rosa, Dienstmacher bei Neumeister (F. Schönthan, P. Schönthan: Der Raub der Sabinerinnen), Christiane (H. Laube: Böse Zungen), Zweite Hexe (W. Shakespeare: Macbeth), Frau Bertrand (D. Auber: Maurer und Schlosser, Libretto K. A. Lichtenstein), Edwina (R. Benedix: Aschenbrödel), Fräulein von Lusignan (V. Sardou: Cyprienne) – 1884; Marie (F. Schönthan: Die goldene Spinne), Juno (J. Offenbach: Orpheus in der Unterwelt, Libretto H. Crémieux, L. Halévy), Sophia (I. Schnitzer: Der Goldmensch), Frau Bertrand (D. Auber: Maurer und Schlosser, Libretto K. A. Lichtenstein), Kathi (C. Walzel: Die Kindsfrau), Baronin von Prefort (G. Ohnet: Der Hüttenbesitzer), Rosa (R. Kneisel: Sie weiss etwas!), Beatrix (K. Töpfer: Rosenmüller und Finke oder Abgemacht), Brigitte (L. Anzengruber: Der Pfarrer von Kirchfeld), Frau Sepherl (H. Müller: Adelaide), Brigitte (H. Kleist: Das Kätchen von Heilbronn), Viarda, die Zigeunermutter (P. A. Wolff: Preciosa, Musik C. M. Webber), Frau Freude (L. Schnieder Nach A. Kotzebue: Die Unglücklichen), Gretl (C. Moree: ´s Nullerl), Sophie (G. Moser, F. Schönthan: Krieg im Frieden), Frau Oberförsterin Moorpilz (L. Angeli: Von Sieben die Häβlichte), Gertrude Grimminger (Ch. Birch-Pfeiffer: Rosa und Röschen), Klytämnestra (J. Offenbach: Die schöne Helena, libr. H. Meilhac, L. Halévy), Perpetua (A. Czibulka: Pfingsten in Florenz, Libretto R. Genée, J. Riegen), Minna (J. Rosen: Ein Schutzgeist), Fräulein Bombance (K. Treumann: Tricoche und Cacolet), Barbara (H. Wittmann, A. Wohlmutt: Der Feldprediger), Rosa, Kammermädchen (F. Raimund: Der Verschwender), Virginie (W. Busnach, O. Gastineau nach E. Zola: Der Todtschläger), Commerzienräthin (G. Räder: Robert und Bertram), Frau Hoppe (H. Lubliner: Die von Kleewitz), Rosa (B. Busch: Halbe Dichter), Christiane (H. Laube: Böse Zungen), Nina (H. Heinemann: Der Schriftstellertag), Paola (J. Offenbach: Prinzessin von Trapezunt, Libretto J. Hopp), Massaldschi (F. Suppé: Fatinitza, Libretto R. Genée, F. Zell), Donna Sofronia (J. Strauss Sohn: Carneval in Rom), Marquise d´Epinaq (A. E. Brachvogel: Narciss), Frau Kleinschmidt (L. Günther: Der Leibarzt), Lieschen (F. Raimund: Die Alpenkönig und der Menschenfeind), Pfirsichblüthe (V. Sardou: Fernande), Leni (A. Berla: Drei Paar Schuhe), Laura von Schirling (J. Rosen: Defictit), Heloisa (K. Millöcker: Apajune, der Wassermann, Libretto R. Genée, F. Zell), Netti (H. Thalboth: Eine Kleinigkeit), Brigitte (O. Redtwitz: Philippine Welser), Die alte Lise (S. H. Mosenthal: Deborah), Minette (R. Benedix: Der Störenfried), Signora Palpeti (J. Nestroy: Der böse Geist Lumpacivagabundus), Vroni (L. Anzengruber: Der Meineidbauer), Christel (P. Lindau, H. Lubliner: Frau Susanne), Traudl (L. Ganghofer, H. Neuert: Der Herrgottschnitzer von Ammergau), Dorothea (J. Nestroy: Eulenspiegel) – 1885; Hermine Drossen (P. Lindau: Ein Erfolg) – 1886; Mistress Burton (V. Sardou: Georgette), Gräfin Prascovia Sebuloff (C. Zeller: Der Vagabund), Mirabella (J. Strauss Sohn: Der Zigeunerbaron) – 1887; Dorothea (J. Bauer: Die Wienerstadt in Wort und Bild), Lisette (H. Müller: Von Stufe zu Stufe), Madame Quimper-Karadec (J. Offenbach: Pariser Leben, Libretto H. Meilhac, L. Halévy), Antinomia (F. Raimund: Das Mädchen aus der Feenwelt oder Der Bauer als Millionär), Timothea (F. Zell: Die Novize), Emerenzia (K. Millöcker: Die sieben Schwaben) – 1888; Madame Bonivard (E. Neumann nach A. Mars a A. Bisson: O diese Schwiegermutter!), Evi Reisleithner (A. M. Storch: Im Tiergarten), Frau Seekatz (K. Gutzkow: Der Königslieutenant), Lotti (J. Stern: Die Hochzeit des Reservisten, Libretto F. Zell), Frau Xandl (L. Anzengruber: Heimg’funden) – 1889; Crescentia (S. H. Mosenthal: Der Sonnwendhof), Katisha (W. Gillbert: Mikado, Musik A. Sullivan), Frau Sopherl (V. Chiavaci, L. Krenn: Die Frau Sopherl vom Naschmarkt), Big, eine Studentin der Universität Boston (K. Millöcker: Der arme Jonathan, Libretto H. Wittmann, J. Bauer) – 1890; Frau von Barbusson (O. Blumenthal nach A. W. Pinero: Falsche Heilige), Frau Schmalenbach (E. Wildenbruch: Die Haubenlerche), Amalie (F. Antony, V. Maurer: Der dumme August) – 1891; Adelaide (C. Zeller: Vogelhändler) – 1894.

Quellen

MZA, Matrikelsammlung, 16916 Brno – St. Jacobi, Sterbematrikel 1896–1930, S. 52.

Literatur

Die Neue Zeit: Olmützer politische Zeitung 1. 4. 1870; Wiener Theater-Chronik 14. 10. 1870; 21. 8. 1874 (Nachruf auf den Verlobten Lebrecht); 2. 2. 1877; Mährisch-schlesischer Correspondent (Brünn) 13. 7. 1878; 16. 5., 9. 7., 22. 8., 2. 12. 1879; 23. 1., 10. 4., 20. 4., 26. 5., 14. 8., 16. 10., 19. 10., 3. 11. 1880; 30. 1., 2. 10. 1881 (Diphtherieerkrankung); 13. 5. 1882; 19. 3., 18. 5. (Rückkehr aus Amerika), 19. 5., 23. 5., 25. 5., 26. 5., 4. 6., 13. 7., 18. 9., 20. 9., 22. 9., 27. 9., 4. 10., 13. 10., 15. 10., 17. 10., 18. 10., 22. 10., 2. 11., 5. 11., 26. 11., 3. 12., 10. 12. 1883; 4. 1., 9. 1., 14. 1., 22. 1., 25. 1., 7. 2., 9. 2., 12. 2., 23. 2., 25. 2., 28. 2., 29. 2., 8. 3., 14. 3., 15. 3., 17. 3., 22. 3., 28. 3., 31. 3., 1. 4., 3. 4., 4. 4., 5. 4., 25. 4., 29. 4., 30. 4., 6. 5., 10. 5., 16. 5., 24. 5., 27. 5., 5. 6., 7. 6., 10. 6., 18. 6., 28. 6., 5. 9., 11. 9., 12. 9., 24. 9., 25. 9., 9. 10., 15. 10., 20. 10., 28. 10., 31. 10., 6. 11., 14. 11., 25. 11., 26. 11., 29. 11., 16. 12., 17. 12. 1884; 7. 1., 8. 1., 9. 1., 12. 1., 19. 1., 26. 1., 28. 1., 29. 1., 4. 2., 5. 2., 9. 2., 16. 2., 21. 2., 26. 2., 2. 3., 12. 3., 14. 3., 16. 3., 20. 3., 26. 3., 27. 3., 9. 4., 15. 4., 17. 4., 22. 4., 27. 4., 5. 5., 12. 5., 19. 5., 23. 5., 26. 5., 2. 6., 5. 6., 16. 6., 14. 9., 18. 9., 22. 9., 2. 10., 6. 10., 10. 10., 13. 10., 19. 10., 23. 10., 24. 10., 31. 10., 17. 10., 3. 11., 9. 11., 13. 11., 16. 11., 20. 11., 26. 11., 30. 11., 9. 12., 10. 12., 12. 12., 15. 12. 1885; 10. 5., 14. 8. 1886; 10. 3., 12. 3., 9. 7., 26. 11. 1887; 17. 1., 25. 1., 28. 1. (Sterbeanzeige des Vaters Johann Jules, Mutter Anna Jules), 3. 11., 15. 11., 14. 12., 18. 12. 1888; 19. 1., 22. 6., 19. 12., 30. 12. 1889; 28. 2., 12. 3., 19. 8. 1890; 13. 4., 14. 4., 16. 4., 17. 9. 1891; Morgen-Post (Wien) 14. 7. 1878; 24. 2. 1884; Tagesbote aus Mähren (Brünn) 11. 7., 15. 7., 6. 8., 25. 8. 1880;Die Presse (Wien) 16. 9. 1881 (Brief der Schauspielerin, die die Reise nach Amerika beschreibt); 2. 9. 1882; Wiener Allgemeine Zeitung 26. 8. 1882; Mährisches Tagblatt (Olmütz) 30. 5., 28. 8. 1884; Grazer Volksblatt 17. 8. 1884 (Gastspiel in Graz); Deutsche Musik-Zeitung 15. 9. 1888; 20. 8. 1889; Brünner Zeitung 15. 4. 1891; Der Humorist (Wien) 1. 9. 1892; 20. 5. 1894; Illustrierte Wochenpost (Wien) 26. 6. 1931 ● Ableben und Nachrufe: Mährishes Tagblatt (Olmütz) 25. 6, 26. 6. 1901 (Abschiedsbrief an den Brünner Bürgermeister); Das Vaterland (Wien) 25. 6. 1901; Neue Freie Presse (Wien) 25. 6. 1901; Neues Wiener Tagblatt 25. 6. 1901; Brünner Morgenpost 25. 6., 27. 6. 1901 (Abschiedsbrief an den behandelnden Arzt); Neuer Theater-Almanach, Berlin 1902, S. 147; Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog, Berlin 1904, S. 52 ● Almanach des städtischen Theatres in Brünn 1891, S. 5.; Theater-Almanach (Brünn) 1892, S. 5; 1893, S. 9–10; 1894, S. 9–10, 1895 S. 9–10; 1896, S. 9–10; 1897, S. 9–10; M. Linhardt: Verwandlung – Verstellung – Virtuosität. Die Soubrette und die komische Alte im Theater des 19. Jahrhunderts, in Rollenfach und Drama, eds. A. Detken – A. Scholau, Tübingen 2015, S. 183. 

Eisenberg, Flüggen, Kosch Th, Ulrich, Wurzbach

Lebensereignisse

  • 1848: Geburt, Brno (CZ)
  • 24. 6. 1901: Tod, Brno (CZ)

Andere Namen

Julisch


Bildung: 2019

Autor: Klára Škrobánková