Müller, Anton

zum Anfang...
Aus Theater Enzyklopädie
Version vom 23. Januar 2017, 11:32 Uhr von Conversion script (Diskussion)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Bestätigte Version (Unterschied) | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Anton Müller
* 8.6. 1792 Osečná bei Český Dub (Oschitz)
5. oder 6. 1. 1843 Prag
Hochschullehrer, Ästhetiker, Theaterkritiker, Musikkritiker, Publizist

Ab 1825 hielt er Vorlesungen an der Prager Universität. Er befasste sich mit klassischen Sprachen und Ästhetik, publizierte jedoch vor allem als Journalist. 1823 – 1827 schrieb er Theaterkritiken für die Prager Zeitung, ab 1828 für die Bohemia, wo er gleichzeitig die kritische Beilage redigierte. Seine Kritiken stützten sich auf theoretisch-ästhetische Grundlagen. Mit besonderem Interesse widmete er sich Theaterstücken mit patriotischen Sujets.

Stammte aus ärmlichen Verhältnissen (in Archivakten wird eine angeblich tschechische Herkunft angeführt). Auf Empfehlung des Pastors wurde M. nach Prag geschickt, wo er aufgrund seiner gesanglichen Begabung das Gymnasium besuchen konnte. Nach Abschluss des Gymnasiums begann er an der Prager Universität Philosophie zu studieren, später schrieb er sich für Jura ein, beschäftigte sich jedoch vor allem mit klassischen Sprachen und Ästhetik. Bereits in dieser Zeit begegnete er dem Schauspieler, Regisseur und Dramatiker Jan Nepomuk Štěpánek. Ab 1816 war M. Gymnasialprofessor in Jičín, später in Písek auch stellvertretender Präfekt. 1819 wurde er als Professor für klassische Sprachen und Ästhetik an die Universität Innsbruck berufen. Auf Empfehlung des Tiroler Gouverneurs Graf K. Chotek trat er 1825 an der Prager Universität eine Stelle als Nachfolger des klassischen Philologen und Ästhetikprofessors J. H. M. Dambeck an und war bis zum Ende seines Lebens (er starb an einer Lungenentzündung) in Prag tätig, wo er am Lehrstuhl der „schönen Wissenschaften“ Vorlesungen in Philosophiegeschichte, Ästhetik, Ethik und Pädagogik hielt und ab 1833/34, nach dem Tod A. Klars, auch griechische und lateinische Philologie am Lehrstuhl für klassische Literatur lehrte. Unter seinen Hörern befanden sich nicht nur Studenten (darunter so berühmte Namen wie Boleslav Jablonský, Heinrich Ritter v. Kopetz, Siegfried Kapper, David Kuh, Karel Hynek Mácha, Václav B. Nebeský, Václav Svatopluk Štulc oder Alfred Meissner), sondern auch bedeutende Prager Persönlichkeiten (z.B. der von der vom Nazarenismus beeinflusste Maler Joseph von Führich, der Konservatoriumsprofessor Giovanni Gordigiani u.a.). Aus der Bekanntschaft mit Führich gingen einige von M.s Texten zu Führichs bildkünstlerischen Arbeiten hervor (Pater noster [ ...] in neun Blättern gezeichnet, 1827,Vater Unser, 2. Auflage 1840, Der wilde Jäger [...] in fünf Blättern gezeichnet nach der gleichnamigen Ballade Gottfried August Bürgers, 1827). Texte zu Stichen religiösen wie auch anderen Inhalts verfasste M. auch später (Passionsbetrachtungen mit 14 Kupferstichen nach A. Dürer und L. von Leyden, 1828, Bilderkatechismus nach einem Leitfaden des großen Lesebuches für Eltern, 1829, Erinnerungen an Prag in bildlichen Ansichten und historischen Erläuterungen, 1836).

Obgleich M. die Publikation seiner Ästhetikvorlesungen (1829) angekündigt hatte, veröffentlichte er kein größeres Werk, sondern betätigte sich vor allem journalistisch. 1823–27 schrieb er Beiträge für die Prager Zeitung, ab 1828 für die neu gegründete Zeitung Bohemia, deren Kritikbeilage er redigierte und für die er mindestens zweimal pro Woche schrieb (sein Nachfolger wurde sein früherer Schützling B. Gutt). M. veröffentlichte umfangreiche Kritiken zu den Vorstellungen des Prager Ständetheaters, Rezensionen zu Ausstellungen, Konzerten, akademischen Veranstaltungen, Büchern und literarischen Ereignissen. Er hielt Vorträge zum gesellschaftlichen Leben wie auch zu caritativen Aktivitäten. Darüber hinaus verkehrte er im Kreis des tschechischen Historikers František Palacký und verfasste Beiträge für dessen Monatsschrift der Gesellschaft des vaterländischen Museums in Böhmen. 1827 veröffentlichte er hier u.a. eine analytische Studie zur Prosodie tschechischer Volkslieder (Einige Worte über das böhmische Volkslied), mit der er sich auch in seinen Universitätsvorlesungen befasste, und brachte sein Wohlwollen für die Neuorientierung der tschechischen Literatur zum Ausdruck (Ein Wort über die Volksschriftstellerei, veranlasst durch Čelakovský´s: Ohlas písní ruských; Monatsschrift der Gesellschaft des Vaterländischen Museums in Böhmen, 1829). Hier druckte er auch Gedichte zu Stoffen aus der tschechischen Mythologie, die Karl Egon Eberts Arbeiten zu ähnlichen Themen Konkurrenz machten und zeitgleich mit diesen erschienen (1827: Horymir und sein Ross Šemik, tschechisch in ČČM 1827, Bd. 2; Kassa und Biwoi, tschechisch in ČČM, Bd. 4, beide übersetzt von V. A. Svoboda, 1828: Neklan und Wlaslaw). Für die Monatsschrift übersetzte er Palackýs Text Die Einnahme Prags durch Georg von Podiebrad im J. 1448 wie auch Čelakovskýs Russische Volkslieder aus dem Tschechischen (beide 1828, Bd. 1).

1827–29 bewarb sich M. um eine Stelle als Vorsteher des Prager Bücher-Revisionsamts, doch obgleich er von der Provinzregierung für den Posten favorisiert wurde, übte er diesen nur vorübergehend aus.

Grundlage der ästhetischen Ansichten M.s war die klassische Ästhetik, die Klarheit in der Mitteilung und Ausgewogenheit in der Form postulierte. Klassische Dramen und Opern (Mozart, Gluck) waren für M. ein Muster an Vollkommenheit. Für primär erachtete er allgemeine Prinzipien, die dann auf den konkreten Fall angewendet wurden. Im Rahmen seiner Überlegungen zur gesellschaftlichen Funktion des „Schönen“ galt seine besondere Aufmerksamkeit der Ausarbeitung eines Sittlichkeitsbegriffs, der als emotionaler Appell an die Erlebniswelt des Zuschauers dienen sollte. Eine Anwendung des Sittlichkeitspostulats sah er in der Aufgabe der Kritik. M.s eigene Kritiken wurden aufgrund seiner angeblich geringen Erfahrung mit dem konkreten Material der einzelnen Künste von einem Teil der Öffentlichkeit zunächst nicht akzeptiert. M. verteidigte seine in Zweifel gezogene Qualifikation jedoch mit der Behauptung, entscheidend für die Beurteilung eines Werks seien nicht dessen einzelne Elemente, sondern der gesamte ästhetische Gehalt, dessen Substrat erst die Basis der technischen und konstruktiven Elemente bilde (Etwas über die Orchesterbegleitung, mit einem kritischen Coda, Bohemia 4. 7. 1830). Nach Ansicht des Musikkritikers August Wilhelm Ambros wirkten M.s Rezensionen „doktrinär“, mit  Wolfgang Adolf Gerle und Carl Reginald Herloßsohn focht M. sogar polemische Diskussionen aus. Zu guter Letzt wurde er jedoch zu einem der führenden Kritiker in ganz Böhmen.

Von maßgeblicher Bedeutung für die Entwicklung M.s ästhetischer Ansichten waren die privaten Konzertabende und Diskussionen, die der Pianist und Komponist Josef Proksch ab 1831 in seinem Prager Musikinstitut organisierte. Hier lernte M. von der Philosophie Hegels beeinflusste ästhetische Positionen kennen und eignete sich allgemeine Prinzipien der Kunstanalysepraxis an. In diesem Umfeld, in dem u.a. der romantische Geniebegriff diskutiert wurde, wurzelt auch M.s – im Prager Kontext nicht ganz geläufige – Beethovenbewunderung (Musikalische Akademie vom 31. Jänner oder Januar), Bohemia 2. 2. 1840) wie auch seine ausgeprägte Fähigkeit zur Aufnahme von Neuem. Da er von der „Sittlichkeit“ des Schönen ausging, war M. zudem (in eklektisierender Weise) empfänglich für die individualisierte neue Ausdruckskunst, insbesondere für diejenigen Strömungen, denen auch ein starkes Lokal- und Geschichtsbewusstsein zu eigen war. So ist in M.s Überlegungen zu den Genrebildern einiger tschechischer Künstler eine allmähliche Loslösung von der klassizistischen Nachahmungsästhetik ersichtlich, wie z.B. in seinen Betrachtungen zu den Arbeiten des Malers Josef Navrátil (Die akademische Kunstaustellung vom Jahre 1840, Bohemia 5. 5. 1840; Über die diesjährige Kunstaustellung 15., 22. 6. 1841), in denen er u.a. den Sinn des Künstlers für Humor und für das Groteske hervorhob.

M.s Theaterkritiken folgen gedanklich und formal einem festen, auf einer ästhetischen Grundlage basierenden Schema: Er verglich das Kunstwerk und dessen Interpretation mit einem idealen Modell. Er beurteilte die Übereinstimmung zwischen der Genreeinordnung des Werks (als Komödie, Tragödie, italienische Oper, Singspiel) und der jeweiligen konkreten Gestaltung, er analysierte den Text bzw. das Libretto unter dem Aspekt seiner dramatischen Wirkung und bewertete die Prägnanz der literarischen und schauspielerischen Figurencharakteristik. Raupachs Robert der Teufel (Bohemia 6., 8. 4. 1834, 11. 8. 1835) schätzte er wegen der psychologisch und dramatisch wirkungsvollen Umsetzung des zentralen Faust-Motivs und bezeichnete Raupach deshalb als einen Volksdichter der Deutschen. Er hob in diesem Zusammenhang die Leistungen J. V. Grabingers wie auch des sächsischen Hofschauspielers [Carl Albert] Stöl[t]zel hervor, dessen Prager Engagement er systematisch verfolgte. Er schätzte Raupachs Stück Der Müller und sein Kind, das sich seiner Ansicht nach – trotz der kritisierten Sentimentalität – nicht nur als Charakter- und Lebensbild, sondern auch als Umsetzung tragischer Ideen deuten ließ (Bohemia 29. 9. 1835). Besondere Aufmerksamkeit schenkte er interpretatorischen Details, so führte er z.B. eine polemische Diskussion mit dem berühmten Prager Wallenstein-Darsteller Franz Rudolf Bayer (Bohemia 11., 18., 20. 10. 1839) und diskutierte anhand konkreter Beispiele über die Praxis der Theaterinszenierung (so u.a. am Beispiel von Shakespeares König Lear, Bohemia 23. 6. 1840, von Goethes Faust in einer Aufführung mit dem Gastschauspieler Karl La Roche als Mephisto, Bohemia 12. 6. 1840, oder auch am Beispiel des bekannten Berliner Tragöden Moritz Rott in Richard III., Bohemia 3. 5. 1840). Für die Zeitung Bohemia schrieb er darüber hinaus mehrere umfangreichere Studien, in denen er sich mit der Dramaturgie des Ständetheaters wie auch mit einzelnen Ensemblemitgliedern befasste (insbesondere nach dem Antritt J. A. Stögers als Theaterdirektor, Versuch einer Beurteilung der Kräfte unseres recitirenden Schauspieles, Bohemia von Dezember 1834 bis April 1835). In den 30er Jahren rezensierte er in der Bohemia auch tschechischsprachige Opern- und Schauspielaufführungen, und auch die Amateurvorstellungen im Kajetán-Theater weckten sein Interesse (Bohemia 27. 2., 31. 5., 1. 9., 13. 11. 1835). Trotz gewisser Einwände im Hinblick auf die schauspielerischen Leistungen schätzte er vor allem die Inszenierungen der Stücke Václav Kliment Klicperas (Bohemia 6. 3. 1835), wobei er mit dem tschechischen Kritiker und Librettisten J.K. Chmelenský über die nicht ganz perfekte – wenn auch ambitiöse – Besetzung polemisierte (Ein Blick auf das böhmische Theater, Bohemia 9. 2. 1830, J. K. Chmelenský in: ČČM 1831, S. 448). Im Zusammenhang mit der Inszenierung von J. N. Štěpáneks Čech a Němec (Der Tscheche und der Deutsche) (Bohemia 25. 1. 1831) betonte er die Wichtigkeit der Komödie für die Charakterisierung des böhmischen Milieus und seiner Figuren. Er würdigte die dramaturgischen und übersetzerischen Leistungen des tschechischen Dramatikers Josef Kajetán Tyl und bewunderte das Interesse und die Aufmerksamkeit des Publikums bei tschechischen Opernaufführungen. Ausgerechnet nach seiner Rezension zu Tyls Theaterstück Fidlovačka (Das Schusterfest) (Bohemia 23. 12. 1834) kam es jedoch zu einem Zerwürfnis mit der tschechischen Kritik. Fidlovačka war M.s Ansicht nach ein zu grobes Abbild des Milieus, weit entfernt von den ästhetischen Idealen der Klassik. Mag sein, dass er sich zudem in der Figur des überspannten Literaten Hvězdoleský karikiert fühlte, allmählich hörte er jedenfalls auf, über tschechische Inszenierungen zu schreiben.

An Komödienautoren stellte M. die ethische Forderung, auch die niedrigeren sozialen Schichten einzubeziehen und deren gute wie auch komische Züge aufzuzeigen. Diese Forderung wiederholte er bei der Beurteilung von Franz Feistmantels Darstellung der Hauptfigur in Nestroys Komödie Lumpazivagabundus (Bohemia 11. 1. 1835). Auch Nestroys eigene Auftritte in Prag wurden von M. systematisch verfolgt (Bohemia 12., 14., 19. 6., 10. 7. 1840; 6., 11., 15., 20., 25., 27., 29. 6. 1841), und obgleich er Nestroys Wiener Komik kritisch gegenüberstand (er befand sie für grob), schätzte er dessen dramatische und schauspielerische Begabung.

Während M.s gesamter Tätigkeit als Kritiker galt sein besonderes Interesse Theaterstücken mit patriotischen Themen: bei Karl Egon Eberts dramatischem Debüt, dem historischen Stück Bretislaw und Jutta (10. 3. 1829), begrüßte er – trotz gewisser Einwände gegen die Inszenierung – die patriotische Thematik und die prägnante Charakterisierung der Hauptfiguren. Die aus der Feder desselben Autors stammende Tragödie Czestmir mit Franz Rudolf Bayer in der Hauptrolle nahm er bereits reservierter auf (Bohemia 29., 31. 3. 1835). Die Handlung des Stücks entbehrte seiner Ansicht nach der Logik wie auch der Steigerung, sie zog sich in die Länge, die Hauptfigur war zu passiv, die schauspielerische Ausführung unvollendet und einige der Figuren überflüssig. Eine in Dramenform verfasste Polemik Uffo Daniel Horns mit K. E. Ebert (D. Uffo Horn: Horimír) verurteilte M. in direkter Weise als für die dramatische Bearbeitung ungeeignet (Bohemia 20., 22. 11. 1835); er rügte den deklarativen Charakter der Dialoge und empfahl zur Dramatisierung Stoffe aus der neueren Geschichte. Auch Wenzigs Wlasta (Bohemia 16., 18. 12. 1836) war aufgrund ihres von der Idee her – verglichen mit der wohl zugrundeliegenden Vorlage Eberts – andersartigen Ausgangs für M. ein Gegenstand der Kritik.

Mit dem Theater befasste sich M. auch in seinen Universitätsvorlesungen, in denen er verschiedene Varianten des Zusammenspiels von Dichtung, mimischem und gestischem Ausdruck und Musik theoretisch beleuchtete. Seinen Studenten vermittelte er eine logische Vorgehensweise und gedankliche Disziplin. Er leistete viel für die geschmackliche Erziehung wie auch für die Fähigkeit der nachfolgenden Generation, ästhetische Urteile zu formulieren. Als Kritiker bediente er sich nie persönlicher Angriffe. Er war überzeugter Verfechter eines ehrenhaften Journalismus und trug in Prag zum Erhalt einer soliden, niveauvollen und unbestechlichen Kritik bei.


Werk

M.s umfangreiche journalistische Tätigkeit wurde bislang nicht biografisch aufgearbeitet. Ein Überblick über die größeren Texte findet sich bei K. Goedeke: Grundriss zur Geschichte der deutschen Dichtung [... ], 2.Auflage, Bd. VI, 1898, S. 792–793.

Anton Müllers öffentliche Vorlesungen. Vorlesungen über Ästhetik an der Prager Universität im Jahre 1831, aufgezeichnet von K. Holzinger, unvollständige Aufzeichnung der Universitätsvorlesungen, Bibliothek des Národní muzeum.

Quellen

Mémoire de l´ amitié de Jean Nep. Štěpánek (handschriftl. Zeugnis aus dem Nachlass J. N. Štěpáneks), Bibliothek des Národní muzeum. Als ein Hinweis auf Müller gilt ein unter dem Namen Jos[eph] Anto[n] angeführter Eintrag: Schüller (fol. 65v–66r, Prag 31. 5. 1807, dt. und lat., mit einer Zeichnung).

Periodika

Bohemia 8. 1. 1843 [Nachruf]; Panorama des Universums 1843, S. 32 [Nachruf].

Literatur

Neuer Nekrolog der Deutschen [Weimar] 21, 1843, 2. Teil, S. 1104 [von dort wurden auch fehlerhafte biograf. Angaben in alle späteren Lexika übernommen];

J. Probst: Geschichte des Universität in Innsbruck, 1869, S. 387 [führt an, dass M. sich bis 1825 in Innsbruck aufhielt].

A. Ambros.: Musikalische Briefe aus Prag III, Österreichische Revue 1865, Bd. VIII, S. 204;

Josef Proksch. Biographisches Denkmal aus dessen Nachlasspapieren errichtet, Hrsg. R. Müller, Reichenberg 1874, S. 36–38;

Teuber III, S. 152, 172, 1888, 234; 

H. Ritter v. Kopetz.: Aus der Mappe eines alten Pragers, Bohemia 19. 5. 1885, Beilage;

A. Hauffen: Karl Egon Ebert, 1901, insbes. S. 7 [Kritik zu K.E. Eberts Stück Czestmir];

Kaspar Graf von Sternbergs Ausgewählte Werke, Bd. 1, 1902;

A. G. Przedak: Gerle als Dramatiker, in: Vergessene Söhne Prags, Prag 1906, insbes. S. 35 ff. [Polemik mit G.], S. 122–123 [Affäre mit den Unterhaltungsblättern];

F. Hantschel: Beiträge zu einer nordböhmischen Biographie IV, Mitteilungen des Nordböhmischen Excursion-Clubs 31, 1908, S. 107–109;

Z. Nejedlý: Bedřich Smetana, IV, V, 1925, 1929;

A. Kraus.: Goethův článek o Musejníku, Sborník filologický, Bd. VIII/1,

1927, S. 148–178 [auch über M.s handschriftl. Artikel zur Situation der tschech. Literatur und Kultur];

Z. Nejedlý: První Beethoveniáni u nás. Národní osvobození 26. 3. 1927;

J. Plavec: František Škroup, 19 

170 let píseckého gymnázia 1778-1948, 1948, S. 32;

Vondráček II; 

R. Budiš: Smetanův učitel Josef Proksch, Liberec 1969, S. 39, 41;

DČD II;

J. Petráň: Nástin dějin filozofické fakulty Univerzity Karlovy, 1983, S. 112–113;

Nováková, M. (= Theinhardt): Žánr mezi nazarenismem a realismem, in:

M. Freimanová (Hrsg.), Město v české kultuře 19. století, 1983, insbes. S. 208–211;

L. Ludvová.: Meyerbeer na pražském hudebním jevišti, Hudební věda 21, 1984, S. 365–374; 

V. Dvořáková: Osvícenci a romantikové, in: Chadraba, R. (Hrsg.): Kapitoly z českého dějepisu umění, 1986, S. 67–68;

P. Vít.: Estetické myšlení o hudbě - české země 1760-1860, 1987, S. 45–50; Lomnäs-Strauss; 

J. Ludvová: Kdo byl Bernhard Gutt (1812-1849)?, Divadelní revue 10, 1999, Nr. 3, S. 47–54;

V. Petrbok: Čím česká píseň je a čím není. Čelakovský a Rittersberg očima jednoho Biedermanna, in: H. Lorenzová – T. Petrasová (Hrsg.): Biedermeier v českých zemích, 2004, S. 335–340; 

C. Schwarzer: Johann Wolfgang von Goethe und Kaspar Maria von Sternberg, Wien 2004;

P. Píša: Knižní cenzura v Čechách v předbřeznové době, Diplomarbeit, FF UK 2010.

ČHS, HD, LDM, Otto, Rieger, Wurzbach

Lebensereignisse

  • 8.6. 1792: Geburt, Osečná bei Český Dub (Oschitz)
  • 5. oder 6. 1. 1843: Tod, Prag


Bildung: 30.11.2012

Autor: Václav Petrbok