Ohorn, Anton

zum Anfang...
Aus Theater Enzyklopädie
Version vom 11. September 2018, 10:50 Uhr von Klara.kadlecova (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Bestätigte Version (Unterschied) | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Anton Ohorn,
* 22. 7. 1846 Terezín (Theresienstadt, CZ)
30. 6. / 1. 7. 1924 Chemnitz (Saská Kamenice, DE)
Dramatiker, Prosadichter, Dichter, Publizist

Studierter katholischer Priester, der zur weltlichen Karriere eines Publizisten und Literaten überlief. Er wurde in Böhmen geboren, doch die meiste Zeit seines Lebens verbrachte er in Deutschland. Mit seinen politischen Ansichten und im Rahmen seines literarischen Schaffens profilierte er sich als radikaler alldeutscher Nationalist. Als Dramatiker wurde er durch das antiklerikale Stück mit autobiografischen Elementen Die Brüder von St. Bernhard bekannt. 

Getauft Anton Josef. Er kam in der Familie eines Unteroffiziers zur Welt, der in Theresienstadt seinen Dienst tat, seine Mutter starb kurz nach O.s Geburt. Nachdem der Vater seinen Armeedienst quittiert hatte, zog er 1851 nach Česká Lípa, wo er als Hilfsbeamter beim Kreisgericht tätig war und noch einmal heiratete. Die familiären Beziehungen waren für den kleinen Jungen nicht schön, und zwar auch nach der dritten Heirat seines Vaters. In Česká Lípa besuchte O. in den Jahren 1857–65 die deutschsprachige allgemeine Schule und später das augustinianische Gymnasium. Dort waren seine Lehrer Pädagogen der reformkatholischen Ausrichtung, z. B. der Geschichtslehrer C. Watzel oder der Direktor K. Posselt, später Abgeordneter des Reichsrates. ZuO.s Mitschülern zählten die späteren Schriftsteller R. Maras und A. Paudler.O. interessierte sich im Laufe des Gymnasiums für Literatur und unternahm seine ersten dichterischen Versuche, die er in der lokalen Wochenzeitung Böhmisch-Leipaer Wochenblatt veröffentlichte. Die Familie beschloss, er solle Geistlicher werden, u. a. aufgrund der Fürsprache des Katecheten J. Willomitzer, der ein großer Literaturliebhaber war und mit dem O. auch später in freundschaftlichem Kontakt blieb. O. nahm ein Noviziat am Prämonstratenserkloster in Teplá auf und den Ordensnamen Lambert an. 1866 erhielt er die niedere Weihe und wurde Kleriker, danach studierte er Theologie. Zuerst absolvierte er vier Semester in Teplá, ab 1868 studierte er in Prag. Er besuchte gleichzeitig Vorlesungen an der philosophischen Fakultät, interessierte sich für das Schauspiel- und Musiktheater, traf sich mit dem Freundeskreis um den Philologen A. Rzach und den Philosophen, Schriftsteller und Publizisten F. Mauthner oder mit dem Juristen E. Popper. Er wirkte aktiv im liberalen Studentenverein Lese- und Redehalle der deutschen Studenten in Prag und wurde zum Vorsitzenden des Unterstützungsvereins für deutsche Hörer der Philosophie ernannt. 1869 legte er die ewigen Gelübde ab (d. h. die Bejahung eines Lebens in Armut, Reinheit und Gehorsam, Verpflichtung zum Zölibat), 1870 beendete er sein Theologiestudium und wurde zum Priester geweiht. Anschließend wirkte er als geistlicher Verwalter in Alois Klars Blinden-Versorgungsanstalt in Prag. Dank der liberal ausgerichteten Vorsteher konnte er auch weiterhin in Prag Vorlesungen zur Philosophie, Pädagogik und der deutschen Philologie (J. Kelle, F. W. Volkmann) besuchen. Er war Zeuge des zugespitzten deutsch-tschechischen Zusammenlebens der sog. Zeit der Lager nach dem österreichisch-ungarischen Ausgleich, an der Wende der 60-er und 70-er Jahre erlabte er intensiv das Erste Vatikanische Konzil und dessen zwiespältige Aufnahme in Österreich und Deutschland. Die Ergebnisse des Konzils (vor allem das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes) verstärkten seine Zweifel an der eingeschlagenen Priester- und Klosterlaufbahn. Nach den strengen Rigorosumsprüfungen und der Verteidigung der Dissertation (Dr. Phil. 1872) sollte er seinen Dienst als Pädagoge an einem Ordensgymnasium in Pilsen antreten, doch er reiste heimlich nach Coburg und Gotha. Nach einem Besuch auf der Wartburg konvertierte er im August desselben Jahres zur lutherischen evangelischen Kirche. Nach Böhmen kehrte er nicht mehr zurück, er blieb in Deutschland. Er wirkte kurz als freier Schriftsteller in Gotha. Unterstützt wurde er von Fürst Ernst II. von Sachsen Coburg Gotha, dem Dichter, Theaterdirektor und Politiker E. Tempeltey und dem Hofprediger G. Schweitzer. Nach seiner Heirat mit Julia Löschner (Herbst 1873) lehrte er Geschichte und Deutsch an der höheren Mädchenschule im thüringischen Mühlhausen. Nach dem Staatsexamen in Geschichte, deutscher Sprache und Literatur für mittlere und höhere Mädchenschulen lehrte er ab dem Frühjahr 1874 an der höheren Mädchenschule, ab 1877 an der Technischen Staatslehranstalt Chemnitz  und an der Königlichen Höheren Gewerbeschule in Chemnitz. 1884 wurde er zum Professor ernannt, ab demselben Jahr war er Mitglied der Freimaurerloge Becker-Loge-Nr. 6 (Oddfelow-Orden). Er begegnete einer Reihe Persönlichkeiten des politischen und kulturellen Lebens in Chemnitz (Verein „Symposion“, weitere Mitglieder: E. Eckstein, W. Henzen, T. H. Pantenius, E. Ziel), Sachsen (der Leipziger Verleger O. Spamer) und ganz Deutschland (G. Freytag, K. Kahr, W. Osterwald). Er machte ebenfalls Abstecher nach Böhmen (dort stand er vor allem mit A. John in Kontakt) und nach Österreich (A. Meißner, P. Rosegger), er führte Korrespondenz mit dem Dichter und Journalisten E. Faktor, dem Belletristen P. Heyse, dem Dramatiker G. Hauptmann oder dem Belletristen M. Schmidt. In der Zeit zugespitzter Nationalitätenkonflikte profilierte er sich politisch immer mehr als radikaler alldeutscher Nationalist, auch wenn ihm jegliche antisemitische Gesinnung fremd war. Seine publizistischen Texte waren gegen tschechische politische, in dem entsprechenden Gebiet minderheitliche Aktivitäten gerichtet. 1910 gründete er die Finanzstiftung Ohorns Sammlung für den Deutschen Böhmerwald zugunsten des Deutschen Böhmerwaldbundes, die deutsche schulische und kulturpolitische Aktivitäten in Süd- und Südwestböhmen unterstützen sollte. Als Mitglied der Vereinigung reichstreuer Männer und Ehrenvorsitzender des Vereins der Deutschen aus Österreich in Chemnitz trat er aktiv auf landsmannschaftlichen Begegnungen sächsischer und böhmischer Deutscher auf, z. B. 1913 zu Ehren des einhundertsten Jubiläums der Völkerschlacht bei Leipzig. Er trat gegen die Politik der Sozialdemokratie auf (insb. als Redakteur der Beilage der Chemnitzer Zeitung). In Anerkennung seiner publizistischen und literarischen Bemühungen wurde er 1906 zum Ehrenbürger von Theresienstadt und Chemnitz ernannt, 1908 dann zum sächsisch-coburgischen Hofrat. Nach seiner Pensionierung (1911) war er auch weiterhin literarisch tätig. Die Entstehung der Tschechoslowakischen Republik und den Anschluss der Gebiete mit deutschsprachiger Bevölkerung an den neuen Staat lehnte er strikt ab, wofür er – wenngleich er deutscher Staatsangehöriger war – in der Tschechoslowakei wegen Hochverrats und Störung der öffentlichen Ordnung verurteilt wurde (Juni 1919). Nach seinem Tod wurde seine Urne auf dem Chemnitzer Städtischen Friedhof beigesetzt.

O. literarisches Werk umfasst Poesie, Belletristik, Dramen und Publizistik. Am stärksten tat sich O. als Belletrist hervor; er schrieb historische Romane, Gegenwartsromane sowie humoristische Romane, Abenteuer- und Grenzromane sowie Romane für Kinder und Jugendliche. Trotz seines Bemühens, die psychologischen Motive der Helden zu beschrieben, konnte er sich jedoch oft schematischen Handlungsplots mit nicht minder schematischen Figuren nicht entziehen (böhmische fanatische Priester, kapitalistische Ausbeuter). Seine Vorliebe für historische Themen wird auch in seinem dichterischen Schaffen deutlich (historisches Epos, Lied, Oden und Elegien), obwohl auch hier Werke mit einer intimen Ausrichtung zu finden sind. Sein Dramenschaffen zeichnet sich durch eine ähnlich breite Themenvielfalt aus. Er schrieb Tragödien, Komödien und Konversationsstücke. Wieder überwiegen Dramen mit historischen Sujets, die oft sog. deutsche Tugenden hervorheben (Treue, Ehre, Würde, Mut), insbesondere in Konfrontation mit einem fremden Umfeld. Die Lustspiele sollten die kleinbürgerliche Mentalität an den Pranger stellen, doch sie taten es recht zahm.O. thematisierte die Macht des Geldes oder das despotische Gebaren der Beamtenschaft, wobei er auch hier nicht vor Schemen und Stereotypen Halt machte, z. B. über Künstler oder Frauen.

Den größten Erfolg erlebte er mit dem Stück Die Brüder von St. Bernhard, das sein zentrales Thema verarbeitete – den Konflikt zwischen dem geforderten kirchlichen rechten Glauben und dem persönlichen Gewissen. Der Hauptheld Paulus unterwirft sich dem Willen seiner Eltern und wird Novize eines Prämonstratenserklosters. Der Autor stellt mit Hilfe der Hauptfigur das Heuchlerische des klösterlichen bzw. kirchlichen Umfelds an den Pranger; Paulus sieht sich mit Hass konfrontiert, der sich aus dem Kampf um die Position des künftigen Abts ergibt, doch er erlebt auch Solidarität vonseiten seiner Mitbrüder, die Unterstützung seiner Schwester und seines künftigen Schwagers, für deren gemeinsames Leben er sich opfert. Nach einer langen Zeit des Nachdenkens beschließt er, die ewigen Gelübde nicht abzulegen, was seinen Vater ins Grab bringt. Paulus´ Selbstvorwürfe werden erst durch die Absolution des ältesten Mitglieds des Ordens gelindert. Die Wiener Premiere des Stücks wurde wegen Eingriffen der Zensur aufgeschoben. Gegen die Aufführung protestierten der Erzbischof A. J. Gruscha und weitere politische Repräsentanten. In Düsseldorf und Oldenburg war das Stück verboten, was jedoch eher seiner Popularität zuträglich war. Das Stück wurde erfolgreich in Theatern und Deutschland und Österreich-Ungarn gespielt, es wurde ins Französische, Italienische, Holländische, Ungarische und Tschechische übersetzt. Tschechisch wurde es unter dem Titel Bratři sv. Bernarda aufgeführt, und zwar vor allem auf Laienbühnen bis in die 30-er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein, in Österreich wurde es noch in den 40-er Jahren gespielt. 1928 wurde in Deutschland auf Motive des Stücks der Film Hinter Klostermauern (Regie F. Seitz) gedreht. Eine freie Fortsetzung von O.s erfolgreichstem Titel war das Stück Der Abt von St. Bernhard, das von dem freidenkerischen Abt von Teplá K. K. Reitenberg, dem Gründer von Mariánské Lázně (Marienbad) handelte. Hier grenzte sich O. noch schärfer von der Kirche ab, doch an den Erfolg von Die Brüder von St. Bernhard kam es nicht heran. Das Zölibat thematisierte das Stück Unlösbar, das im mittelalterlichen Deutschland spielte. Das Konversationslustspiel Philister über dir! Karikierte durch eine alttestamentarische Parabel sowohl den Pragmatismus und die Nichtmusikalität des Großhandelsumfeldes als auch die Selbstverliebtheit und das Snobhafte der Künstler. Ins Tschechische wurde das Stück als Filištínští na tě! Samson v zajetí übersetzt, und seine Aufführung im Stadttheater in den Königlichen Weinbergen wurde von der Kritik der antitschechischen Gesinnung des Autors und der angeblichen Finanzierung von Schutzvereinen böhmischer Deutscher aus den Tantiemen begleitet; die Inszenierung wurde nach einer Reprise aus dem Repertoire gestrichen. Für das Stück Albrecht der Beherzte, das von Albrecht III. von Sachsen, den Begründer des Geschlechts der Wettiner, handelt, erhielt er von Albert I. von Sachsen den Albrechtsorden, das Ritterkreuz 1. Klasse.

O.s literarisches Vermächtnis ist ein eigenwilliges Zeugnis seiner Zeit über die Entwicklung der Ansichten eines idealistischen, sozial benachteiligten Studenten zu einem gut situierten Angehörigen des Bildungsbürgertums mit liberal protestantischen, monarchistischen und nationalistischen Ansichten. O.s umfangreiches Werk wurde in großen Auflagen herausgegeben, doch es ist sozusagen schon fast durch die Aktualisierungstendenzen des Autors und ihre nationalistische, gendermäßig und konfessionell voreingenommene Ausrichtung, die oft von persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen des Autors in Böhmen ausgeht, antiquiert.


Stücke

Der Uhrmacher von Straßburg, dramatisches Gedicht in 5 Akten, Städtisches Theater Chemnitz 3. 4. 1876; Komm' den Frauen zart entgegen!, Lustspiel in einem Aufzug, T 1881; Fürst und Bürger, historisches Schauspiel in 4 Akten, T 1888; Ein Märchen, Lustspiel in drei Aufzügen, T 1891; Der Commandant vom Königstein, T 1892; Sedania, Festspiel in einem Aufzuge, T Erfurt 1895; Albrecht der Beherzte, Hoftheater Dresden 21. 4. 1898, auch T; Die Rathausweihe 1498, Festspiel, gespielt um 1902; Die Brüder von St. Bernhard, Klosterstück in 5 Aufzügen, gespielt in Chemnitz 1904, 9. 1. 1905 Volksbühne Wien, Neues Deutsches Theater Prag 24. 5. 1905, tschechisch als Bratři sv. Bernarda, Urania 17. 10. 1907 (Ü A. Böhmová), Urania 25. 8. 1927 (Ü M. Langerová, T 1908); Der Abt von St. Bernhard, Schauspiel in 5 Akten, 2. Teil der Brüder von St. Bernhard, T Berlin 1906, tschechisch als Opat Svatobernardský, Schauspiel in 5 Aufzügen, Ü A. Böhmová, Lidové divadlo Urania 17. 10. 1907; Unlösbar, Schauspiel in drei Aufzügen, Theater in Chemnitz [?], 20. 4. 1906 Deutsches Volkstheater Wien, Februar 1910 Stadtheater Cheb; Der Wasunger Krieg, historische Komödie in 5 Akten, T Halle 1907; Pater Jucundus, Residenztheater Wiesbaden 11. 9. 1908, T als Pater Lükundus eine Mönchs-Komödie in 4 Akten, T Berlin 1908; Der Siebenbürger, ein deutsches Spiel in 5 Akten, T Leipzig 1910; Philister über dir!, Lustspiel in 4 Akten, T Leipzig s. a., Stadttheater Chemnitz 18. 9. 1911, tschechisch als Filištínští na tě! (Samson in Gefangenschaft), Ü F. Soldán, Divadlo na Královských Vinohradech, 3. 6. 1913, auch T; Die Einödpfarre, Volksschauspiel in 4 Akten, T Hannover-Döhren 1914; Vorwärts mit Gott!, vaterländisches Zeitbild in einem Aufzug, T Leipzig 1914, Theater in Braunschweig 1915; Kotzebue's Rache, ein deutsches Spiel in vier Aufzügen, T Wien 1916, Stadtheater Jena 1. 2. 1917; Unter deutscher Flagge, Stimmungsbild aus dem Weltkriege in einem Aufzuge, T Mühlhausen, auch in Th. 1918; Geld und Ehre, Schauspiel in 5 Aufzügen, T Berlin; nicht näher bestimmtes Stück über Chemnitz, nach Rust 1911, S. 124.

Quellen

Stadtarchiv Chemnitz: Literarische Nachlässe, Ohorn Anton (Nachlass: persönliche Dokumente, Handschriften, empfangene Korrespondenz, Bilder inszenierter und verfilmter Werke).

SOkA Česká Lípa: Nachlass A. Paudler, empfangene Korrespondenz (Briefe A. O.).

Staatsbibliothek Berlin (Portal Kalliope-Verbund): versendete und empfangene Korrespondenz O. A. (online, abgerufen am 14. 4. 2018), unter: http://kalliope-verbund.info/gnd/117112518.

Literatur

E. F. Kastner: Einführung, in A. O.: Ein Märchen, Wien 1890, S. 1–6; J. Reinwarth: A. O., in Anton Ohorn Heft, Prag 1902; Zvon (Praha) 5, 1904/05, S. 319 (über die Inszenierung Die Brüder von St. Bernhard auf der Volksbühne  in Wien); Essex: Politik (Prag) 14. 2. 1905; E. Faktor, Bohemia (Prag) 26.4.1905, Beilage, S. 1–2 (Prem. Die Brüder von St. Bernhard v Neues Deutsches Theater Prag), 1.10.1905 (Stück Unlösbar im Theater in Chemnitz), 17.10.1906, 17.8.1911, 22.9.1911, 2.7.1917; Národní politika (Praha) 17.10.1907; Venkov (Praha) 13.12.1907 (tschechische Premiere des Abts von St. Bernhard); Unser Egerland 2.3.1910; B. Rost: A. O.: Lebensbild eines Dichters der Gegenwart, Meißen 1911 (nicht identifiziertes Stück über Chemnitz); H. Jelínek, Lumír (Praha) 41, 1912/13, S. 428 (tschechische Premiere Filištínští na tě!); Dr. P. [ Duchoslav Panýrek], Máj (Praha) 11, 1912/13, S. 448; K. [Josef Kodíček] Přehled (Praha) 11, 1912/13, S. 629; O. Jakoubek, Vlasť (Praha) 29, 1912/13, 960–961; J. M. [Máchal], Zvon (Praha) 13, 1912–13, S. 544; Chlapík Ohorn!, Čas (Praha) 27, 5.6.1913; C., Lidové noviny (Praha) 6.6.1913; T. [V. Tille], Národní listy (Praha) 30. 9. 1908, 6. 6. 1913; m., Právo lidu (Praha) 5.6.1913, 27.8.1927 (Bratři sv. Bernarda); V. Štech: Městské divadlo Král. Vinohradů za mé správy, Praha 1913, S. 42–43; -iš-: Vinohradské divadlo hraje pro Schulverein, Samostatnost (Praha) 7.6.1913; Deutsche Zeitung Bohemia (Prag) 10. 2. 1915; Reichenberger Zeitung 1.5.1915; O.-Gedenkbuch: Sammlung von Beiträgen reichsdeutscher und deutsch-österreichischer Dichter, Schriftsteller, Künstler und anderer zu Ehren des 70. Geburtstages, Hg. B. Rost, Leipzig 1916; Anton Ohorns in Buchform herausgegebene Schriften: ein Verzeichnis, hg. B. Rost, Leipzig 1916; F. L. Göckeritz: A. O.-Gedenkblatt, 1916; Český deník (Plzeň) 21.6.1919 (Verurteilung wegen Hochverrats); A. O.: Wie mein Klosterstück „Die Brüder von St. Bernhard“ entstand, in Almanach des Deutschen Volkstheaters in Wien 1920, S. 103–109 ● Todesfälle und Nachrufe: J. Wolf, Reichenberger Zeitung 2.7.1924; Bohemia (Prag) 2.7.1924; Neue Freie Presse (Wien) 4. 7. 1924; B. Rost: Letzte Worte am Sarge des Dichters A. O. bei dessen Einäscherung am 4. Juli 1924, Chemnitz 1924; Národní listy (Praha) 2.7.1924, České slovo (Praha) 3.7.1924, 15.11.1933 (Bratři sv. Bernarda) ● R. Wolkan: Geschichte der deutschen Literatur in Böhmen und in den Sudetenländern, Augsburg 1925, S. 90; K. Eysselt-Klimpély: Německé drama let devadesátých na českém jevišti a jeho vliv na drama české, Praha 1926, S. 62; I. Posselt: Die zeitgenössischen nationalen Fragen in A. O.s Werken, Dissertation, Universität Wien 1936; P. Horwath: Antiklerikalismus und Nationlitätenhader in der Literatur Deutschösterreichs (1894–1917), Modern Austrian literature (Binghamton) 7, 1974, Heft 1/2, S. 34; P. Horwath: Der Kampf gegen die religiöse Tradition: die Kulturkampfliteratur Österreichs 1780–1918, Bern – Frankfurt am Main – Las Vegas 1978, S. 212–213; J. Mühlberger: Geschichte der deutschen Literatur in Böhmen 1900–1939, München 1981, S. 131–132; K. Huber: A. O. (1846–1924). Ein Beitrag zum Priesterproblem im 19. Jahrhundert, in Katholische Kirche und Kultur in Böhmen: ausgewählte Abhandlungen, eds. J. Bahlcke – R. Grulich, Münster 2005, S. 693–709; M. Hecker: Dichter des nationalen Pathos, Prager Zeitung 2.8.1996 (enthält ein Bild O.s aus jüngeren Jahren); P. Kosatík: Menší knížka o německých spisovatelích z Čech a Moravy, Praha 2001, s. 214; K. Kaiserová: Konfesní myšlení českých Němců v 19. a počátkem 20. století, Úvaly u Prahy 2003, S. 19, 125, 134; J. Holý: Čtyři německé romány o Husovi, in Literatura na hranici jazyků a kultur, hg. V. Svatoň – A. Housková, Praha 2009, S. 153–154; R. Grulich: A. O. – ein Leben zwischen „Kloster und Welt“, in Sudetenland (München) 53, 2011, S. 143–155; J. Ludvová: Až k hořkému konci. Pražské německé divadlo 1845–1945, Praha 2012 (CD – Bibliografie); J. Balcarová: Od idylického venkova k hraničářské hlídce němectví, in Český a německý sedlák v zrcadle krásné literatury 1848–1948: diskurz mezi historií a literární vědou na téma selského a hraničářského románu, hg. E. Kubů – J. Šouša – A. Zářický, Praha 2014, S. 113–131.

Killy, Kosch L, Masaryk, Nagl, ÖBL, Otto

Lebensereignisse

  • 22. 7. 1846: Geburt, Terezín (Theresienstadt, CZ)
  • 30. 6. / 1. 7. 1924: Tod, Chemnitz (Saská Kamenice, DE)

Andere Namen

Anton Josef


Bildung: 2018

Autor: Václav Petrbok