Polawsky, Ferdinand: Unterschied zwischen den Versionen

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Ursprünglich beschäftigt bei der Königlichen Handelsinstitution der Marine in Berlin. Die Schauspielprüfung absolvierte er vor August Wilhelm Iffland und Jonas Friedrich Beschort. 1795 war er erstmals bei einer Gesellschaft in Stettin engagiert. Ab 1803 Schauspieler des deutschen Schauspiels am Ständetheater in Prag, mit einer Pause 1811 – 1813 (Engagement am Burgtheater in Wien). Er begann als Darsteller von Rollen junger Helden und Bonvivants, später konzentrierte er sich auf Charakterrollen. 1891 – 1921 hatte er die Funktion des provisorischen Direktors inne, 1824 - 1834 war er zusammen mit Josef Wolfgang Kainz Kodirektor. Seine Frau war die Schauspielerin Marianne Therese Josepha Czechticzká, geb. Rosenberg.
 
Ursprünglich beschäftigt bei der Königlichen Handelsinstitution der Marine in Berlin. Die Schauspielprüfung absolvierte er vor August Wilhelm Iffland und Jonas Friedrich Beschort. 1795 war er erstmals bei einer Gesellschaft in Stettin engagiert. Ab 1803 Schauspieler des deutschen Schauspiels am Ständetheater in Prag, mit einer Pause 1811 – 1813 (Engagement am Burgtheater in Wien). Er begann als Darsteller von Rollen junger Helden und Bonvivants, später konzentrierte er sich auf Charakterrollen. 1891 – 1921 hatte er die Funktion des provisorischen Direktors inne, 1824 - 1834 war er zusammen mit Josef Wolfgang Kainz Kodirektor. Seine Frau war die Schauspielerin Marianne Therese Josepha Czechticzká, geb. Rosenberg.
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In langer Überlieferungstradition wurde das Jahr 1779 als '''P.'''s Geburtsjahr angenommen, eine Korrektur erfolgte erst nach seinem Tod im Nekrolog in der Zeitschrift ''Allgemeine Theaterzeitung'' (siehe Literatur). Bereits als Kind verlor '''P.''' seine Eltern; ein Jahr nach seiner Geburt starb sein Vater, ein Offizier der Leibgarde des polnischen Königs Stanisław Poniatowski (Stanislaus Poniatowsky), seine Mutter verlor er als Vierzehnjähriger. Ein wohlhabender entfernter Verwandter, der Fabrikant König, nahm sich seiner an, finanzierte ihm eine Ausbildung am namhaften Joachimstaler Gymnasium in Berlin, ermöglichte ihm das Heranwachsen in einem kultivierten gesellschaftlichen Umfeld und verhalf ihm zu einer einträglichen Anstellung am Königlichen Handelsmarine-Institut. '''P.''' strebte jedoch eine Schauspielerlaufbahn an. Nach einigen Prüfungen an einer Berliner Privatbühne, die er vor August Wilhelm Iffland und Jonas Friedrich Beschort absolvierte, konnte er sich ab 1798 für fünf Jahre der von Mad. Döbbelin geleiteten Gesellschaft in Stettin anschließen. Nach erfolgreichem Wirken auf dieser Bühne und nach einer Tournee, bei der er Theater in Berlin, Hamburg, Bremen, Kassel, Frankfurt, Leipzig und Breslau besucht hatte, wurde er in Prag engagiert. Dieses Engagement verdankte er dem aus Prag stammenden Schauspieler Franz Mattausch, der '''P.''' dem italienischen Impresario Guardasoni, dem damaligen Pächter des Prager Ständetheaters, empfohlen hatte. Eine  Einladung des  Direktors Franz Seconda, am Dresdner Hoftheater zu spielen, nahm '''P'''. lediglich für Gastauftritte wahr. Nach seinem Debüt am 8. 12. 1803 blieb er auf Lebenszeit in Prag, abgesehen von einer kurzzeitigen Unterbrechung in den Jahren 1811–1813, als er nach zwei erfolgreichen Gastspielen ein Engagement am Burgtheater in Wien annahm. 
 
In langer Überlieferungstradition wurde das Jahr 1779 als '''P.'''s Geburtsjahr angenommen, eine Korrektur erfolgte erst nach seinem Tod im Nekrolog in der Zeitschrift ''Allgemeine Theaterzeitung'' (siehe Literatur). Bereits als Kind verlor '''P.''' seine Eltern; ein Jahr nach seiner Geburt starb sein Vater, ein Offizier der Leibgarde des polnischen Königs Stanisław Poniatowski (Stanislaus Poniatowsky), seine Mutter verlor er als Vierzehnjähriger. Ein wohlhabender entfernter Verwandter, der Fabrikant König, nahm sich seiner an, finanzierte ihm eine Ausbildung am namhaften Joachimstaler Gymnasium in Berlin, ermöglichte ihm das Heranwachsen in einem kultivierten gesellschaftlichen Umfeld und verhalf ihm zu einer einträglichen Anstellung am Königlichen Handelsmarine-Institut. '''P.''' strebte jedoch eine Schauspielerlaufbahn an. Nach einigen Prüfungen an einer Berliner Privatbühne, die er vor August Wilhelm Iffland und Jonas Friedrich Beschort absolvierte, konnte er sich ab 1798 für fünf Jahre der von Mad. Döbbelin geleiteten Gesellschaft in Stettin anschließen. Nach erfolgreichem Wirken auf dieser Bühne und nach einer Tournee, bei der er Theater in Berlin, Hamburg, Bremen, Kassel, Frankfurt, Leipzig und Breslau besucht hatte, wurde er in Prag engagiert. Dieses Engagement verdankte er dem aus Prag stammenden Schauspieler Franz Mattausch, der '''P.''' dem italienischen Impresario Guardasoni, dem damaligen Pächter des Prager Ständetheaters, empfohlen hatte. Eine  Einladung des  Direktors Franz Seconda, am Dresdner Hoftheater zu spielen, nahm '''P'''. lediglich für Gastauftritte wahr. Nach seinem Debüt am 8. 12. 1803 blieb er auf Lebenszeit in Prag, abgesehen von einer kurzzeitigen Unterbrechung in den Jahren 1811–1813, als er nach zwei erfolgreichen Gastspielen ein Engagement am Burgtheater in Wien annahm. 
  
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Version vom 17. Dezember 2015, 14:22 Uhr

Ferdinand Polawsky
* 11.4. 1774 Berlin
2.2. 1844 Prag
Schauspieler, Theaterdirektor

Ursprünglich beschäftigt bei der Königlichen Handelsinstitution der Marine in Berlin. Die Schauspielprüfung absolvierte er vor August Wilhelm Iffland und Jonas Friedrich Beschort. 1795 war er erstmals bei einer Gesellschaft in Stettin engagiert. Ab 1803 Schauspieler des deutschen Schauspiels am Ständetheater in Prag, mit einer Pause 1811 – 1813 (Engagement am Burgtheater in Wien). Er begann als Darsteller von Rollen junger Helden und Bonvivants, später konzentrierte er sich auf Charakterrollen. 1891 – 1921 hatte er die Funktion des provisorischen Direktors inne, 1824 - 1834 war er zusammen mit Josef Wolfgang Kainz Kodirektor. Seine Frau war die Schauspielerin Marianne Therese Josepha Czechticzká, geb. Rosenberg.

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